Umweltfonds setzen auf nachhaltiges Wirtschaften
Von Hans Frießem
Umweltfonds investieren das Geld ihrer Anleger in besonders umweltverträgliche Wirtschaftsbereiche und in Unternehmen, die nachhaltig mit den begrenzten Reserven der Natur umgehen – in Windparks und Solarenergie, Brennstoffzellen, Wasserkraft, Bio-Nahrungsmittel, Biotreibstoff und Biogas, Elektrofahrzeuge oder in nachhaltige Forstwirtschaft.
Umweltfonds sind schon lange kein Nischenprodukt mehr. Immer mehr Kapitalanleger wollen mit ihrem Geld keine Aktivitäten finanzieren, die begrenzte natürliche Ressourcen zerstören und die Umwelt schädigen.
Als Fondsinvestor werden Sie Mitunternehmer

Wenn Sie Umweltfonds kaufen, können Sie schon mit recht kleinen Beträgen ab rund 5.000 Euro in große, professionell geführte Umweltunternehmen investieren.
Als Anteilseigner eines Umweltfonds bekommen Sie über die Laufzeit des Fonds regelmäßig Ertragsausschüttungen, am Ende der Laufzeit sind Sie an der Verwertung des Fondsvermögens beteiligt.
Der Erfolg eines Umweltprojekts hängt nicht nur vom guten Management ab, sondern wie jedes Wirtschaftsunternehmen auch vom Marktwachstum, den politischen Rahmenbedingungen und von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung. Über Ihre Einlage in einen Umweltfonds werden Sie Mitunternehmer – Sie profitieren von den wirtschaftlichen Erfolgschancen Ihres Fonds, tragen aber bis zur vollen Höhe Ihrer Kapitaleinlage auch die unternehmerischen Risiken mit.
Tipp der Redaktion: Nutzen Sie kostengünstige Umwelt-Indexfonds
Seit Einführung nachhaltigkeitsorientierter Aktienindizes (z.B. NAI, DS 400, DJSI STOXX, Öko-DAX) bekommen Sie Umweltfonds sogar als so genannte Indexfonds – das Anlageportfolio des Umweltfonds setzt sich dann automatisch aus den im entsprechenden Ökoindex berücksichtigten Papieren zusammen, dadurch entfallen die Kosten für ein aktives Fondsmanagement.
Investieren Sie in Solarparks, Windkraft, Biobrennstoffe
Viele Umweltfonds investieren in feste Projekte – beispielsweise in Solarparks, Windkraftanlagen oder Biodieselhersteller. Andere Umweltfonds legen das Geld ihrer Kunden in Aktien von Unternehmen an, die nach ökologischen Kriterien wirtschaften. Viele Umweltfonds verfolgen neben ökologischen auch soziale und ethische Ziele und investieren nur in Unternehmen, die bspw. auf Kinderarbeit verzichten und faire Löhne zahlen.
Geschlossene Umweltfonds finanzieren einzelne Projekte
Bei geschlossenen Umweltfonds ist das Fondsvolumen begrenzt. Wenn genügend Anteile gezeichnet sind und das benötigte Kapital vorhanden, ist der Umweltfonds „platziert“ – das geplante Umweltinvestment wird gestartet, weitere Fondsanteile werden nicht mehr ausgegeben. Geschlossene Umweltfonds werden nicht an der Börse gehandelt. Sofern man während der Laufzeit verkaufen will, muss man selbst nach einem Käufer suchen, ein vorzeitiger Rückkauf durch die Fondsgesellschaft ist nicht vorgesehen.
Als sicherheitsorientierter Anleger können Sie sich für einen Umweltfonds mit hoher Beimischung von Rentenpapieren entscheiden: Rentenpapiere bieten eine vorher festgelegte Verzinsung und die Rückzahlung zum vollen Preis – anders als Aktien, die stets marktabhängigen Kursschwankungen unterworfen sind.
Öko-Strom lässt sich besonders gut vermarkten
Umweltfonds profitieren häufig von politischer Förderung – zum Beispiel regelt in Deutschland das Erneuerbare-Energien-Gesetz die Abnahme und Vergütung von ökologisch erzeugtem Strom aus Wasserkraft, Wind- und Sonnenenergie, Erdwärme und Biomasse. Dadurch sind auf Jahre hinaus bestimmte Abnahmepreise garantiert, die Erträge von Umweltfonds im Energiebereich dadurch relativ sicher.
Informieren Sie sich vor dem Kauf eines Umweltfonds im Fondsprospekt genau über das Investment und die Anlageziele – die Fondsinformationen stehen in aller Regel online zur Verfügung und lassen sich mit den Suchbegriffen "Fondsprospekt" und dem Fondsnamen problemlos finden.
Kommentare zu Umweltfonds: Auf nachhaltiges Wirtschaften setzen
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