Regenerative Energie Fonds: Umweltfreundlich investieren
Von Hans Frießem
Wenn Sie umweltfreundliche Energien fördern wollen, aber keine Möglichkeit haben, zuhause eine Solaranlage, eine Pellets-Heizung oder Wärmepumpe zu installieren, können Sie sich an Regenerative Energie Fonds beteiligen. Diese Fonds investieren das Kapital ihrer Kunden in Projekte und Firmen mit dem Ziel nachhaltiger und umweltverträglicher Energiegewinnung.
Einmalanlagen in Regenerative Energie Fonds sind ab rund 2.500 Euro möglich, Fondssparpläne gibt es ab 50 Euro Beitrag im Monat.

Der Bau und die Nutzung von Anlagen zur regenerativen Energiegewinnung wird in vielen Fällen staatlich gefördert. Mit dem RENIXX World gibt es heute bereits einen weltweiten Aktienindex der Regenerativen Energiewirtschaft.
Als Inhaber von Regenerativen Energie Fonds profitieren Sie von den Wachstumschancen des Marktes, tragen aber auch das unternehmerische Risiko mit – attraktive Gewinne sind möglich, Verluste aber nicht völlig ausgeschlossen.
Staat garantiert Abnahmepreise für Ökostrom über Jahre
Die Wertentwicklung eines Regenerative Energie Fonds hängt ab vom Markterfolg der Unternehmen, in die der Fonds investiert, außerdem von der Qualität des Fondsmanagements, der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und den politischen Rahmenbedingungen. Oft fördert Vater Staat: In Deutschland ist die Abnahme von Öko-Strom zu festen Preisen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz garantiert, dadurch sind die Erträge von Öko-Stromerzeugern über viele Jahre abgesichert.
Offene und geschlossene Regenerative Energie Fonds
Geschlossene Umweltfonds finanzieren einzelne Projekte wie beispielsweise Windparks, Solar-Großanlagen oder Fabriken für Biodiesel. Sobald genügend Anlagekapital eingezahlt ist, wird der Fonds geschlossen und das Projekt gestartet, weitere Beteiligungen sind dann nicht mehr möglich. Viele Fonds setzen auch auf mehrere Beteiligungen, um so das unternehmerische Risiko zu streuen.
Offene Umweltfonds kaufen vom Kapital ihrer Anleger Aktien von umweltorientierten Unternehmen – sie investieren in Hersteller von Solarmodulen, Windkraft- oder Biogasanlagen, aber auch in Anbieter für Luftverschmutzungskontrolle, Recycling oder Wasseraufbereitung. Im meist online einsehbaren Fondsprospekt finden Sie die genauen ethischen und ökologischen Kriterien, die Unternehmen erfüllen müssen, damit der Umweltfonds sich mit Kapital beteiligt. Je nach Fonds wird das Geld der Kunden nur in eine bestimmte Umweltbranche (z.B. Windkraft, Solartechnik) oder auch breit über verschiedene Umweltsparten investiert.
Info: Erneuerbare Energie
Regenerative, erneuerbare Energie wird aus nachwachsenden Rohstoffen, Sonnenlicht, Erdwärme, Wind- und Wasserkraft gewonnen. Erneuerbare Energiequellen stehen auf Dauer zur Verfügung, ihre Nutzung ist CO2-neutral führt nicht zu Umweltschäden – anders als die begrenzten und umweltschädlichen Ressourcen Kohle, Erdöl, Erdgas oder Uran.
Geothermie: Energie aus der Tiefe der Erde
Je tiefer man in die Erdkruste vordringt, umso wärmer wird es. Erdwärme lässt sich heute mit Sonden, Wärmepumpen und Kollektoren wirtschaftlich nutzen, um Strom, Warmwasser und Heizenergie zu gewinnen.
Im Gegensatz zu Wind- und Sonnenenergie steht Erdwärme konstant zur Verfügung, sie ist also eine besonders verlässliche Energiequelle. Die Menge der aus Erdwärme gewonnenen Energie steigt weltweit von Jahr zu Jahr – auch an vielen Orten in Deutschland werden zurzeit Geothermie-Anlagen gebaut, die immer mehr Menschen mit Strom und Wärme versorgen. Viele Experten sehen die Erdwärme heute als Energiequelle mit besonders guten Zukunftschancen.
Kommentare zu Regenerative Energie Fonds: Umweltfreundlich investieren
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