Pharma Fonds – Zukunftsmarkt Gesundheit
Von Mathias Bartsch
Die Gruppe der Pharma Fonds erfreut sich seit längerem einer vermehrten Nachfrage von den Anlegern. Speziell der Fakt einer alternden Gesellschaft beschert den Pharmakonzernen weltweit beste Prognosen. Als Anleger kann man durch ein Investment in einen der zahlreichen Pharmafonds davon profitieren.
Langfristig betrachtet wird der Markt für Pharmazieprodukte stark wachsen. Die Gründe dafür sind:
- steigende Lebenserwartung,
- Zunahme chronisch Kranker,
- wissenschaftliche Fortschritte in der Krankheitsbehandlung.
Zahlreiche Übernahmen in der Branche
Neben den aufgezählten positiven Rahmenbedingungen, die ein Wachstum für die Pharmabranche prognostizieren lassen, kann man auch diverse größere Übernahmen in diesem Marktsegment beobachten. Die meisten Übernahmen erfolgten dabei durch US-Pharmakonzerne, die unmittelbare Konkurrenten schluckten.
So unter anderem als das weltgrößte Pharmaunternehmen Pfizer den Rivalen Wyeth einverleibte oder die beiden Pharmakonzerne Schering-Plough und Merck & Co fusionierten. Die Folge ist, dass die nun entstandenen Pharmakonzerne durch die Zusammenlegungen der Forschungsbereiche oder der Abteilungen für Entwicklung enorme Kosten einsparen können.
Große Anzahl von Pharma-Fonds
Als Anleger kann man durch den Aufwind in der Pharmaziebranche mittlerweile aus einer recht großen Angebotspalette von Investitionsfonds auswählen. Beispielhaft kann man in den KBC Equity Fund Pharma (WKN: 633868) investieren. Dieser Fond legt sein Geld in einem international gestreuten Portfolio aus Pharma-Aktien an, die vor allem in der Entwicklung und den Vertrieb pharmazeutischer Produkte tätig sind. Die größten Anlageposten des Fonds sind die bekannten Pharmazieunternehmen Johnson & Johnson, Roche und Novartis.
Ein weiterer interessanter Pharma Fonds ist der ESPA STOCK PHARMA (WKN: 676341), der weltweit in die größten Pharma-Unternehmen investiert. Der Fonds verteilt seine Anlagen auf jeweils etwa 40 Prozent an amerikanischen und europäischen Titeln, der Rest wird wiederum in Aktien des pazifischen Raumes angelegt.
Patent-Cliff als Gefahr
Auch wenn die meisten Pharmakonzerne wie beschrieben in einem sehr günstigen wirtschaftlichen Umfeld agieren, stellt sich für viele der Firmen trotzdem ein Problem in den nächsten Jahren. Die Rede ist vom so genannten Patent-Cliff, der Begriff beschreibt den Umstand, dass viele Arzneimittel in den nächsten Jahren ihren Patentschutz verlieren.
Dies kann für ein Unternehmen zum ernsten Risiko werden, wenn dadurch das eigene Arzneimittel Marktanteile verliert, weil Generika der Konkurrenz den Verkauf schmälern. Als Anleger sollte man diesen Punkt bei seinem Investment in einen Pharma Fonds unbedingt im Auge behalten und darauf achten, ob die jeweiligen Unternehmen wichtige unternehmensrelevante Produkte besitzen, deren Patente demnächst auslaufen.
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