Mit Medienfonds / Filmfonds finanzieren Sie Film- und Fernsehproduktionen
Von Hans Frießem
Viele deutsche und internationale Film- und Fernsehprojekte werden heute von Medienfonds finanziert. Medienfonds sind Investmentfonds, die Anteile an private und institutionelle Anleger ausgeben, bis genug Kapital für die Produktion und Vermarktung des geplanten Films zur Verfügung steht.
Der spätere Ertrag eines Films entsteht durch die Einnahmen an den Kinokassen, aber auch durch die Vermarktung von Fernsehrechten und DVDs, durch Verkauf von Fanartikeln und durch die Verwertung der Buch- und Musikrechte. Der finanzielle Erfolg eines Filmfonds hängt immer von den Einspielergebnissen und den Verwertungserlösen des finanzierten Films ab.
Als Medienfonds-Anleger sind Sie Mitunternehmer

Als Anleger sind Sie praktisch Mitunternehmer und profitieren direkt vom Einspielergebnis des finanzierten Films. Medienfonds werden häufig in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG betrieben, als Investor sind Sie dann Kommanditist.
An den Erlösen des finanzierten Films sind Sie entsprechend Ihrer Kapitaleinlage beteiligt, für mögliche Verluste haften Sie maximal mit Ihrem Anlagebetrag. Medienfonds wirken oft als Co-Produzenten am finanzierten Projekt mit, um sicher zu gehen, dass der Film später wirklich den Vorstellungen der Anteilseigner entspricht. Häufig wählen die Fondszeichner einen fachkundigen Beirat, der diese Aufgabe übernimmt.
Laufzeit zwischen fünf und zehn Jahren
Die Ausschüttung aus Ihren Medienfonds-Anteilen erhalten Sie in aller Regel jährlich. Die Laufzeit von Medienfonds liegt häufig zwischen fünf und zehn Jahren, meist verlangen Filmfonds eine Mindesteinlage zwischen 5.000 und 10.000 Euro. Je nach Fondsgesellschaft kann die Einlage auch in mehreren Raten gezahlt werden. Filmfonds-Anteile werden nicht an den Börsen gehandelt. Ein vorzeitiger Verkauf der Fondsbeteiligung oder eine Rückgabe vor Ende der planmäßigen Laufzeit ist in aller Regel nicht möglich.
Tipp der Redaktion:
Erfolgreiche Filme bringen oft außergewöhnliche Renditen. Wenn der fondsfinanzierte Film beim Publikum nicht ankommt, ist aber auch ein Totalverlust nicht ausgeschlossen. Seriöse Vorhersagen über die zu erwartenden Einnahmen sind für Filmprojekte kaum möglich.
Sofern Kosten und Erlöse des finanzierten Films – wie bei internationalen Produktionen üblich – auf Dollarbasis abgerechnet werden, besteht zusätzlich ein Währungsrisiko. Investieren Sie angesichts des hohen Risikopotentials nur einen kleinen Teil Ihres Vermögens in Medienfonds, damit Sie eventuelle Verluste im Ernstfall verschmerzen können
Steuerliche Verlustzuweisungen sind nur noch eingeschränkt möglich
Steuerliche Verlustzuweisungen von Filmfonds an ihre Anleger sind nach neuer Gesetzgebung nur noch sehr eingeschränkt erlaubt. Verluste aus Medienfonds darf man nur noch unter strengen Voraussetzungen mit positiven Einkünften aus vergleichbaren Fonds verrechnen. Auf andere Einkunftsarten lassen sich Anfangsverluste aus Filmfonds gar nicht mehr anrechnen. Als reines Steuersparmodell für Spitzenverdiener sind Filmfonds deshalb nicht mehr attraktiv.
Medienfonds sammeln Kapital für die Produktion und Vermarktung von Filmen oder auch von Computerspielen. Der finanzielle Erfolg des Filmfonds hängt vom Publikumserfolg des finanzierten Projekts ab.
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