Geldmarktfonds: Flexible Parkmöglichkeit für Ihr Kapital
Von Hans Frießem
Mit einem Geldmarktfonds können Sie auch als Privatanleger am Geldmarkt investieren. Der Geldmarkt ist der weltweite Marktplatz für Zinspapiere mit kurzer Laufzeit. Geldmarktfonds werden von professionellen Fondsmanagern betreut, die Ihr Geld nur bei Schuldnern mit erstklassiger Kreditwürdigkeit anlegen und zeitnah auf Marktentwicklungen reagieren.
Wegen der guten Bonität der Schuldner, der kurzen Laufzeiten der Wertpapiere und des professionellen Managements ist Ihr Risiko als Anleger sehr gering.
Auf dem Geldmarkt selbst sind nur institutionelle Kreditgeber und Schuldner aktiv – also Banken, Fondgesellschaften, Versicherungsunternehmen und Staaten.
Geldmarktfonds investieren Ihr Anlagekapital ganz oder überwiegend in festverzinsliche Wertpapiere mit kurzer Laufzeit, zum Beispiel in Termingelder, Bankschuldverschreibungen und Unternehmensanleihen mit einer Restlaufzeit von wenigen Wochen oder Monaten.
Die Zinsen, die Sie mit Geldmarktfonds erzielen können, sind häufig um einige Zehntelprozent höher als beim Tagesgeldkonto. Geldmarktfonds werden auch in steueroptimierten Varianten angeboten.
Tipp der Redaktion:
Wenn sie Ihr Geld flexibel und kurzfristig verfügbar anlegen wollen, sichern Sie sich Sie mit einem Geldmarktfonds häufig die beste Rendite. Über das angelegte Geld können Sie börsentäglich verfügen, Kündigungsfristen brauchen Sie nicht einhalten. Nutzen Sie Geldmarktfonds in Zeiten schwacher Börsenentwicklung deshalb als sichere und flexible Parkmöglichkeit für Ihr Geld.
Geldmarktfonds oder Tagesgeldkonto?
Trotz der hohen Sicherheit von Geldmarktfonds sind vorübergehende Kursverluste nicht völlig ausgeschlossen. Innerhalb der Geldmarktfonds sind diejenigen besonders sicher, die nicht in Unternehmenspapiere, sondern vorwiegend in Staatsanleihen investieren. Wenn Sie 100-prozentige Sicherheit mit jederzeitiger Bestandsgarantie für Ihr Kapital wollen, sollten Sie auf ein Tagesgeldkonto ausweichen.
Anders als beim Tagesgeldkonto müssen Sie in Geldmarktfonds oft eine bestimmte Mindestsumme anlegen. Deshalb sind auch Kleinbeträge meist auf einem Tagesgeldkonto besser aufgehoben. Ihre Anlage in Geldmarktfonds zählt aber immer zum "Sondervermögen" der Fondsgesellschaft. Selbst wenn die Fondsgesellschaft zahlungsunfähig werden sollte, bleiben Ihre Anteile also in Ihrem persönlichen Eigentum.
So sparen Sie bei Kauf und Verwahrung Ihrer Geldmarkt-Fondsanteile
Zur Verwahrung Ihrer Fondsanteile brauchen Sie ein Depot. Wenn Sie Kapital nur vorübergehend parken wollten, sind Geldmarktfonds also eine gute Alternative, wenn Sie bereits über ein Depot verfügen. Je nach Verkäufer werden unterschiedlich hohe Kaufaufschläge verlangt. Kaufen und verwahren Sie Geldmarktfonds am besten bei einem kostengünstigen Onlinebroker oder bei einer Direktbank. Die Gebühren dort sind in aller Regel deutlich geringer als in der Filiale Ihrer Hausbank am Wohnort.
Lediglich als Beimischung eignet sich ein Geldmarktfond, der in Fremdwährungen investiert. Hier ist das Risiko bereits deutlich höher. Um mehr Rendite zu bekommen, können diese Anleger auch auf Rentenfonds ausweichen.
Geldmarktfonds investieren in Festzins-Anlagen mit kurzer Laufzeit – in Termingelder, Bankschuldverschreibungen und Unternehmensanleihen mit einer Restlaufzeit von wenigen Wochen oder Monaten. Geldmarktfonds eignen sich gut, um freies Kapital vorübergehend zu "parken".
