ETF (Indexfonds) für Unternehmensanleihen
Von Mathias Bartsch
Unternehmensanleihen bewiesen in der Vergangenheit, dass man als Anleger mit ihnen gutes Geld verdienen konnte. Und noch immer sind viele Unternehmen auf die Firmenschuldverschreibungen angewiesen, da die Banken ihnen den Geldhahn weiterhin nur dürftig aufdrehen. Als Anleger hat man deshalb eine große Auswahl.
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Da die Staatsanleihen nur noch eine geringe Rendite abwerfen, investieren viele Anleger in Unternehmensanleihen. Eine Entscheidung, die sich lohnt, denn der Unterschied zwischen der mageren Verzinsung bei Staatsanleihen und den Zinserträgen bei den Unternehmensanleihen erreicht historische Höchststände.
Staatsanleihen und Festgeldkonten verweilen bekanntermaßen weiter auf einem wenig reizvollen Zinsniveau. Durch die Kreditklemme sind zudem auch viele Unternehmensanleihen auf dem Markt erhältlich, die von sehr soliden Unternehmen stammen. Deshalb kann man als Anleger auch bei den recht sicheren Investment Grade Anleihen, also Papiere, die ein Rating von AAA bis BBB hinsichtlich ihrer Bonität vorweisen können, eine große Auswahl vorfinden.
Geringeres Risiko durch breite Streuung
Wer in den Bereich der Unternehmensanleihen investieren möchte, kann hierfür einen ETF nutzen, um dadurch das Risiko zu minimieren. Ein Beispielfonds aus diesem Segment ist der iShares Corporate Bond (WKN: 251 124), der auf den vordersten Plätzen für diese Anlagesparte zu finden ist. Der Fonds bildet den iBoxx Liquid Corporates Index nach, ein Index, der sich aus den solventesten und auf Euro lautenden Unternehmensanleihen zusammensetzt. Alle Unternehmensanleihen weisen dabei das erwähnte Investment Grade Rating auf.
Branchen beim iShares Corporate Bond
Bei der Verteilung der Branchen, in die der iShares Corporate Bond investiert, kann man feststellen, dass an der Spitze die Finanzunternehmen stehen. Denn rund 40 % der Anleihen stammen aus dem Bankwesen, gefolgt von der Branche der Konsumgüter mit wiederum 20 %. Als größten Einzelwert lässt sich der Pharmakonzern Roche mit 4,5 % vorfinden. Danach folgen ein weiteres Pharmaunternehmen, nämlich GlaxoSmithKline und die Royal Bank of Scotland. Hinsichtlich der Länder, aus denen die Anleihen stammen, kann man festhalten, dass die Niederlande mit einem Wert von 22,6 % auf dem ersten Platz steht.
Vorteil durch kürzere Anleihezeiten
Um sich mit den Unternehmensanleihen nicht zu langfristig zu binden, verfolgt der Fonds eine Philosophie, bei der auf Anleihen mit einer kurzen beziehungsweise mittleren Laufzeit gesetzt wird. Somit gestaltet sich der Fonds durchaus auch als ein flexibles Investment. Die Verwaltungsgebühr schlägt zudem nur mit jährlichen 0,2 % zu Buche. Die Zusammensetzung des Fonds wird jeweils einmal im Quartal überprüft und an eventuelle Änderungen im Index angepasst.
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