Flugzeugfonds: Werden Sie Miteigentümer
Von Hans Frießem
Flugzeugfonds kaufen mit dem Kapital ihrer Anleger moderne und marktgängige Passagier- und Frachtflugzeuge und vermieten sie an bonitätsstarke Fluggesellschaften. Rund 40 Prozent der weltweiten Flugzeugflotte wird heute durch Flugzeugfonds und andere Privatinvestoren finanziert.
Beispiel: Der erste überhaupt gebaute Airbus A 380 der Singapore Airlines wurde von einem deutschen Flugzeugfonds gekauft und an die Fluggesellschaft rückvermietet.
Dieses Geschäft hat gute Zukunftschancen – viele Experten gehen davon aus, dass das weltweite Passagier- und Frachtaufkommen bis zum Jahr 2025 weiterhin stark wächst. Wenn Sie in Flugzeugfonds investieren, haben Sie also auch in Zukunft die Chance auf attraktive Rendite für Ihr Geld.
Als Investor sind Sie an Erträgen und Verkaufserlösen beteiligt

Während der Fondslaufzeit wird Ihnen Ihr Anteil an den Fondserträgen regelmäßig gutgeschrieben, am Ende sind Sie anteilig am Verkaufswert der gebrauchten Flugzeuge beteiligt.
Nach Ablauf der langfristigen Leasingverträge mit den Fluggesellschaften werden die Flieger verkauft oder auch erneut an den bisherigen Vertragspartner oder andere Airlines vermietet.
Selbstverständlich sind alle Flugzeuge umfassend versichert, die Betriebskosten übernimmt der Leasingnehmer.
Flugzeugfonds verlangen eine Mindestbeteiligung
Flugzeugfonds sind keine Aktien-, sondern in den meisten Fällen Kommanditgesellschaften – als Investor zeichnet man eine Kommanditeinlage. Beteiligungen an Flugzeugfonds werden nicht an der Börse gehandelt, ein Verkauf der Beteiligung vor Ende der Laufzeit ist oft schwierig. Ähnlich wie Schiffsfonds sind auch Flugzeugfonds in aller Regel „geschlossene Fondss, die einzelne Projekte finanzieren. Bei vielen Flugzeugfonds ist eine ist eine Mindestanlage von 25.000 Euro erforderlich. Während der Laufzeit werden dann keine neuen Fondsanteile mehr an Anlageinteressenten ausgegeben.
Flugzeugfonds profitieren von "Sell-and-Lease-Back"
Viele Fluggesellschaften verkaufen Maschinen aus ihrer Flotte an Investoren und leasen (mieten) sie anschließend zu überschaubaren monatlichen Raten zurück. Das verbessert die Liquidität der Fluggesellschaft, der Investor erzielt oft eine attraktive Rendite. Wichtig: Informieren Sie sich vor der Beteiligung an einem Flugzeugfonds darüber, in welche Flugzeugtypen die Fondsgesellschaft investiert und mit welchen Fluggesellschaften sie zusammenarbeitet – der Online-Produktprospekt des jeweiligen Fondsanbieters informiert umfassend.
Oft gute Rendite mit Flugzeuginvestments
Durch Ihre Beteiligung an einem Flugzeugfonds werden Sie Mitunternehmer. Der Erfolg eines Flugzeugfonds ist abhängig von den erzielten Leasingraten für die Flugzeuge, außerdem von der Bonität der mietenden Fluggesellschaft. Flugzeugfonds sichern sich durch möglichst langfristige Leasingverträge ab. Flugzeuge sind Sachwerte – Wird die Fluggesellschaft als Leasingnehmer wider Erwarten zahlungsunfähig, stehen als verwertbare Sicherheit für die Fondsanleger immer noch die Flugzeuge selbst zur Verfügung. Ein Totalausfall des Fondsinvestments ist bei Flugzeugfonds deshalb unwahrscheinlich.
Der Erfolg hängt auch vom Dollar-Kurs ab
Auch die Wechselkurse spielen für den Fondserfolg eine Rolle, denn Flugzeugleasing wird oft in US-Dollar abgerechnet. Bei steigendem Dollar während der Vertragslaufzeit profitieren Fondsanleger vom höheren Euro-Wert der Leasingraten, ein sinkender Dollar drückt dagegen den Fondsgewinn.
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