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Was ist ein Aktienindex?
Von Mathias Bartsch
Unter der Bezeichnung Aktienindex versteht man eine Kennzahl, die die Entwicklung von einer Auswahl an Aktienkursen in der Gesamtheit abbildet. Ein Index kann dabei verschiedene Bereiche abdecken, beispielsweise gibt es in jedem Land einen Leitindex, in dem eine bestimmte Anzahl von Unternehmen vertreten ist. In Deutschland ist dies der DAX, der die Werte der 30 größten Unternehmen im Land widerspiegelt.
Außerdem kann ein Aktienindex auch anhand der folgenden Kriterien gebildet werden:
- Branchen:
z.b. der ÖkoDAX, der nur bestimmte Firmen umfasst, die im Bereich Erneuerbare Energien tätig sind - Strategien:
beispielsweise der DivDAX, in dem sich 15 Firmen vereinen, die aktuell die höchsten Dividendenrenditen vorweisen - Regionen:
ein Regionalindex vereint die Werte der größten Firmen aus einer bestimmten geografischen Region, ein Beispiel ist der STOXX Europe 50, der die 50 größten europäischen Firmen enthält
Unterschiedliche Arten eines Aktienindex
Grundsätzlich unterscheidet man zwei verschiedene Typen bei einem Aktienindex. So gibt es den so genannten Kursindex und den Performanceindex. Bei einem Kursindex, mitunter auch als Preisindex betitelt, wird der Indexwert nur basierend auf den Aktienkursen ermittelt. Dies bedeutet, dass beispielsweise Dividendenzahlungen nicht enthalten sind. Werden also Dividenden ausgezahlt, wodurch ja auch der Kurs der jeweiligen Aktie fällt, dann wird dies bei einem Kursindex nicht ausgeglichen.
Beispiele für Kursindizes:
- Dow Jones Industrial Average
- Nikkei 225
- FTSE 100
- CAC 40
Die zweite Variante der Indexbildung ist der Performanceindex. Hierbei wird angenommen, dass Auszahlungen wie Dividenden wieder in die Aktien investiert werden. Deshalb werden solche Auszahlungen dem Kurs einer Aktie wieder gutgeschrieben und es kommt in der Berechnung nicht zu einem Abfallen des Kurses.
Beispiele für Performanceindizes
- DAX (gleichzeitig wird aber immer auch ein Kursindex berechnet)
- SMI (Schweizer Leitindex, der ebenfalls in beiden Varianten ermittelt wird)
Zwei Arten der Indexberechnung
Neben den beiden bisher aufgeführten Unterschieden in der Ermittlung des Indexwertes gibt es eine weitere wichtige Differenzierung. Diese bezieht sich auf die Vorgehensweise der Berechnung des Index. Hierbei sind wiederum zwei Arten möglich:
1. Preisgewichteter Index:
Die Berechnung bei dieser Art sieht vor, dass alle enthaltenen Aktienkurse summiert werden und danach durch die Anzahl der Aktien im Index dividiert werden. Dadurch werden Aktien mit einem hohen Kurs stärker im Index berücksichtigt, verglichen mit Aktien, die einen niedrigen Kurs aufweisen. Beispiele für einen preisgewichteten Index sind der Dow Jones Industrial Average und der Nikkei 225.
2. Kapitalisierungsgewichteter Index:
Bei dieser Form des Index wird stattdessen die jeweilige Marktkapitalisierung berücksichtigt. So erfolgt die Gewichtung im Index anhand des Marktwertes eines Unternehmens. Der Kapitalisierungswert ergibt sich aus der Anzahl der ausgegebenen Aktien multipliziert mit dem aktuellen Börsenkurs. Sind beispielsweise 100 000 Aktien einer Firma ausgegeben und der Aktienkurs weist 10 Euro auf, dann liegt die Marktkapitalisierung bei 1.000.000 Million Euro. Die Berechnungsart findet z.B. beim DAX und dem S&P 500 Verwendung.
Kurzmeldungen:
14.07.2011
07.07.2011
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