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ETF / Indexfonds - Besonders langfristig eine gute Wahl
Von Thomas Nissen
Das Kürzel ETF steht für Exchange Traded Funds. Darunter verbirgt sich das Anlageprodukt der Indexfonds. Diese an der Börse gehandelten Investmentfonds bilden einen bestimmten Index (z.B. Dax) nach. Sie haben somit eine passive Anlagestrategie und werden nicht aktiv gemanagt, denn aufgrund der Indexnachbildung ist eine Auswahl der Wertpapier-Titel nicht notwendig. ETFs haben keine Laufzeitbegrenzung und können wie Aktien zum aktuellen Börsenpreis gekauft und verkauft werden.

© Yong Hian Lim / fotolia.com
Die Indexfonds haben den Vorteil, dass sie in der Regel langfristig den aktiv gemanagten Fonds überlegen sind. Eine Erkenntnis, die dazu führt, dass sich immer mehr Anbieter für passive Indexfonds aktuell etablieren.
Ein Indexfonds bildet einen vorgegebenen Index möglichst exakt nach. Dieser Index kann der eines Landes, einer Branche oder auch ein globaler Index sein. Als Anleger partizipiert man also in steigenden wie auch in fallenden Märkten identisch mit der Entwicklung des dem ETF zugrunde liegenden Index. Durch den Kauf von einem ETF werden durch eine einzige Transaktion alle im Index enthaltenen Werte indirekt erworben.
Dieses Merkmal beschert dem Anleger eine hohe Diversifikation, denn der Index streut das Risiko in eine Vielzahl von Einzelwerten. Dadurch ist natürlich das Verlustrisiko bei einem Indexfonds wesentlich geringer als bei Einzelaktien. Für den Anleger bieten die ETFs aber noch mehr Vorteile, beispielhaft die geringeren Verwaltungsgebühren.
Geringe Kosten beim ETF-Investment
Ein ETF ist im Verhältnis zu aktiven Fonds sehr kostengünstig, da eben kein aktives Management notwendig ist und die Transaktionskosten innerhalb des Portfolios gering sind, da Indexveränderungen vergleichsweise selten stattfinden. So fallen bei klassischen Aktienfonds ca. 1,7 Prozent jährlich an Verwaltungskosten an, bei Indexfonds aber nur durchschnittlich 0,4 Prozent. Zudem entfällt bei ETFs der Ausgabeaufschlag.
Nicht nur geringere Kosten, sondern auch hohe Sicherheit
Für den Anleger spielt das Emittentenrisiko eine immer größere Rolle. ETFs sind laut Investmentgesetz als Sondervermögen eingestuft, dies bedeutet, dass die Vermögensgegenstände eines Investmentfonds getrennt von der Kapitalanlagegesellschaft bei einer Depotbank verwahrt werden.
Die zum Investmentvermögen gehörenden Guthaben werden auf so genannten Sperrkonten geführt. Außerdem hängt das investierte Vermögen der Anleger nicht von der wirtschaftlichen Situation der Fondsgesellschaft ab, da bei Insolvenz dieses Sondervermögen gesetzlich geschützt ist und somit nicht in die Konkursmasse eingeht. Diese Struktur ist ein wichtiger Unterschied zu Indexzertifikaten, die als Inhaberschuldverschreibung emittiert werden.
Ausschließlich abhängig von der Indexentwicklung
Die Wertentwicklung eines ETF entspricht immer der des entsprechenden Index. Sie kann nicht höher sein. Auf lange Sicht ist dieser Nachteil zu vernachlässigen. Denn langfristig haben Indexfonds ein größeres Renditepotential als aktiv gemanagte Fonds. Das Risiko ist zusätzlich geringer, denn oftmals fallen aktiv gemanagte Fonds auch unter einen Index zurück. Allerdings können Fonds mit aktivem Management in Zeiten von fallenden Kursen durch Umschichten innerhalb des Portfolios eventuelle Verluste eher kompensieren.
Kurzmeldungen:
14.07.2011
07.07.2011
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