Absolute Return Fonds
Von Mathias Bartsch
Die Absolute Return Fonds streben eine absolute Rendite an, die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht werden soll. Dabei steht die Performance dieser Fonds nicht im Zusammenhang mit einzelnen Marktentwicklungen, vielmehr nutzt man die Chancen, die sich an verschiedenen Märkten bieten.
Aus diesem Grund gestalten sich diese Fonds auch sehr unterschiedlich. So kombinieren die Fonds verschiedene Asset-Klassen, zum Beispiel Aktien, Anleihen oder auch Derivate, die nach den Korrelationen untereinander gewichtet werden. Hierdurch soll die positive Rendite erreicht werden, denn einzelne Marktschwankungen werden somit durch andere Bereiche ausgeglichen.
Weniger Risiko bringt geringere Rendite
Das Renditeziel bei einem Absolute Return Fonds ist aber immer recht niedrig gesetzt und liegt in der Regel nur etwas über dem Zinssatz am Kapitalmarkt. Der Grund dafür ist die hohe Sicherheit, die geboten wird, denn als Ziel wird vor allem der Kapitalschutz des eingesetzten Geldes im Auge behalten.
So kann man als Anleger bei Absolute Return Produkten auch nur mit einer jährlichen Verzinsung von etwa ein bis vier Prozent rechnen. Selbst diese Rendite ist aber bei den meisten Fonds aus dieser Kategorie nicht garantiert, denn hierbei unterscheiden sich die Fonds von reinen Garantieprodukten, bei denen dieser Schutz verbrieft ist. Der Name Absolute Return ist also etwas irreführend, denn er bezeichnet nur das Ziel der Fonds.
Nachteile des Absolute Return Fonds
Die Absolute Return Fonds versprechen eine konstante Rendite auch in Krisenzeiten, doch in der Praxis ist dies eben nicht garantiert. Der eigentliche Nachteil zeigt sich aber besonders in guten Börsenperioden, denn dann schneiden die Fonds unter dem Durchschnitt anderer Fonds, beispielsweise Aktienfonds, ab. Dies liegt darin begründet, dass die Fonds einen Teil der Rendite verpassen, da sich die Fonds immer auch durch sichere Produkte wie z.B. Anleihen absichern müssen.
Ein weiterer Nachteil der Fonds ist dem aktiven Fondsmanagement geschuldet. Durch die Investition in verschiedene Anlageklassen haben die Absolute Return Fonds in der Regel hohe Fondsgebühren, ähnlich wie bei Dachfonds oder Mischfonds. Zudem ist die Anlagepolitik der Fonds aufgrund der flexiblen Anlagepolitik vergleichsweise intransparent. Aus diesen Gründen sollte ein Investment in diese Fonds lediglich begrenzt beziehungsweise nur als Depotbeimischung vorgenommen werden.
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