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                  Unternehmensanleihen – Laufzeit, Rating und Rendite entscheidend

                  Von Diana Rothermel

                  Emittenten von Unternehmensanleihen sind beispielsweise Automobilkonzerne wie Volkswagen und Daimler, Kreditinstitute wie Deutsche Bank und Pharmakonzerne wie Bayer und Merck.

                  Unternehmensanleihen, auch Corporate Bonds genannt, dienen zur Unternehmensfinanzierung und sind verzinsliche Anleihen. Herausgegeben werden sie von Unternehmen aus Industrie und Handel. Die meisten Corporate Bonds können ab 1.000 Euro Nominalbetrag gekauft werden.

                  Redaktions-Tipp:

                  Jede Unternehmensanleihe hat eine bestimmte Laufzeit und für diese meistens einen festen Zinssatz. Es gibt aber auch andere Ausgestaltungen.

                  Als "normaler" Anleger sollten Sie nur Unternehmensanleihen mit einem festen Zinssatz in Betracht ziehen. Dieser sollte an keine Bedingungen geknüpft sein. Die "wirkliche Verzinsung" der Anleihe ist die ausgewiesene Rendite, bei der auch der Kurswert berücksichtigt wird. Dieser wird in Prozent angegeben und kann über oder unter dem Nominalwert von 100 liegen. Verzinst wird der Nominalwert.

                  Informieren Sie sich genau über die Emissionsbedingungen. Dort ist auch der Rang für die Rückzahlung im Insolvenzfall oder bei Liquidation des Emittenten festgelegt. Sie sollten Anleihen wählen, die vorrangig oder gleichrangig im Verhältnis zu sonstigen Gläubigern zurückgezahlt werden. Im Gegensatz dazu stehen nachrangige Anleihen.

                  Bonität als Entscheidungsfaktor

                  Bei Ihrer Entscheidungsfindung sollte die höchste Priorität die Bonität haben. Diese gibt Aufschluss darüber, ob der Emittent die Zins- und Rückzahlung erbringen kann. Dazu ist es wichtig, dass Sie sich gut über das Unternehmen informieren, um Zahlungsschwierigkeiten und eine drohende Insolvenz auszuschließen. Das veröffentlichte Rating kann Ihnen dabei eine Unterstützung sein. Betrachten Sie dieses jedoch auch kritisch, denn die Rating-Agenturen sind in der Vergangenheit der Nachsichtigkeit beschuldigt worden. Spätestens seit dem Bankrott von Lehman ist bekannt, dass man sich auf das Rating nicht immer verlassen kann. Zudem kann es sich während der Laufzeit der Unternehmensanleihe auch ändern.

                  Auswahlkriterien für Unternehmensanleihen sollten für Sie als Anleger sein:

                  • Bonität (Rating sowie persönliche Einschätzung bzw. Beratung von Experten)
                  • Emissionsbedingungen (vor- und gleichrangige Rückzahlung)
                  • Laufzeit der Anleihe (die Laufzeit sollte Ihren Anlagewünschen entsprechen, einen vorzeitigen Verkauf sollten unerfahrene Anleger aufgrund des Kursrisikos nur im wirklichen Bedarfsfall in Betracht ziehen)
                  • Rendite (berücksichtigt Zins und Kaufkurs)

                  Siehe auch: Fonds für Unternehmensanleihen

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