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                  Festverzinsliche Anleihen – fester Zins und gute Bonität sind attraktiv

                  Von Diana Rothermel

                  Festverzinsliche Wertpapiere, auch Anleihen oder Renten genannt, sind Schuldverschreibungen und werden von einem Staat (zum Beispiel Bundeswertpapiere) oder auch Industrie- und Handelsunternehmen (Unternehmensanleihen) herausgegeben.

                  Kapitalanleger kaufen die Anleihen, indem sie dem Emittenten, Herausgeber der Anleihe, Geld geben. Für dieses "Darlehen" zahlen die Emittenten einen Zinssatz. In den meisten Fällen ist dieser von Beginn an festgeschrieben, daher der Name festverzinsliche Wertpapiere. Die Zinszahlung erfolgt in der Regel einmal im Jahr zu einem festgesetzten Termin. Jede Anleihe hat eine bestimmte Laufzeit. An deren Ende die Rückzahlung des Kapitals an die Anleger steht.

                  Festverzinsliche Anleihen werden an der Börse gehandelt. Der Kursangabe erfolgt in Prozent bezogen auf den Nominalbetrag der Anleihe.

                  Für jeden Tag den ein Käufer die Anleihe im Besitz hat, steht ihm ein Zinsertrag zu. Bei einem Verkauf zwischen zwei Zinszahlungsterminen wird der Zinsertrag auf den Tag genau für den Verkäufer berechnet und auf den Kurswert aufgeschlagen. Der Käufer zahlt dem Verkäufer somit die anteiligen Zinsen, die Stückzinsen.

                  Kursrisiko und Kurschance beim Börsenhandel

                  Bei einem Verkauf an der Börse vor Fälligkeit besteht ein Kursrisiko. Aber auch eine Kurschance. Der Kurs orientiert sich am aktuellen Zinsniveau am Markt im Vergleich zum Zinssatz der Anleihe. Fallen beispielsweise die Zinsen am Markt, steigt der Kurs der Anleihe.

                  Rating gibt Aufschluss über Bonität – wichtigster Aspekt bei Anleihen

                  Der wichtigste Aspekt bei einer Anleihe ist die Bonität des Emittenten. Diese ist ein Zeichen dafür, wie Wahrscheinlich die pünktliche Zahlung der Zinsen sowie die Rückzahlung der Anleihe ist. Eine Einschätzung zur Bonität liefert das Rating. Anleihen mit sehr gutem Rating haben in der Regel eine niedrigere Verzinsung als Anleihen mit einem weniger gutem Rating.

                  Der Zinssatz des Anleihe ist auch von der Laufzeit abhängig. Je länger die Laufzeit ist, desto höher ist in der Regel der Zins.

                  Praxis-Tipp

                  Wenn Sie sich für festverzinsliche Anleihen interessieren, achten Sie auf die Rendite und nicht auf den Zinssatz allein. Denn bei der Rendite wird auch der Kaufkurs der Anleihe berücksichtigt. Anleihen mit einem im Vergleich außergewöhnlichen hohen Zins haben immer auch ein hohes Risiko, also Finger weg!

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