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Möglichkeiten und Strategien am Forexmarkt
Managed Account
Investoren, die aus zeitlichen oder fachlichen Gründen nicht selbst mit Devisen handeln möchten, haben die Möglichkeit, einen sogenannten Managed Forex Account aufzumachen. Hierbei führt ein erfahrener Forex-Trader die Transaktionen am Devisenmarkt für den Investor durch. Der Investor kann über seinen Onlinezugang zeitnah miterleben, was gerade in seinem Account passiert.
Die Qualität des Managed Forex Accounts steht und fällt mit der Qualität des Forex-Traders. Investoren sollten sich deshalb unbedingt einen Überblick über die bisherigen Handelsergebnisse des Traders verschaffen und diese über Brokerstatements verifizieren lassen.
Trading-Robots
Alternativ zum Managed Account besteht die Möglichkeit, einen Forex-Account mit Hilfe eines Trading-Robots managen zu lassen. Trading-Robots sind automatische Handelssysteme, die Devisen nach vorher festgelegten Regeln kaufen und verkaufen. Diese Regeln werden mit Hilfe von Indikatoren festgelegt und können innerhalb einer bestimmten Bandbreite vom Investor modifiziert werden. Beim Kauf sollte man sich nicht von kurzfristigen Statistiken blenden lassen, die nur eine bestimmte Marktsituation widerspiegeln.
Vor dem Einsatz eines solchen Handelssystems sollte man auf jeden Fall sogenannte Backtests durchführen. Diese lassen Rückschlüsse darüber zu, wie verlässlich der Robot in der Vergangenheit gearbeitet hat und wie er auf veränderte Marktbedingungen reagiert hat. Damit der Trading-Robot immer online ist, bietet sich der Einsatz eines virtuellen Servers an.
Kombination automatischer Handelssysteme
Investoren, die über keinen virtuellen Server verfügen oder mehrere automatische Handelssysteme einsetzen möchten, können diese Systeme auch mieten.
In den USA bieten einige Broker diesen Service an. Der Investor hat dort die Möglichkeit, mehrere Handelssysteme gleichzeitig auf seinem Forex-Account arbeiten zu lassen. Dadurch können verschiedene Handelsstrategien kombiniert werden.
Bei einer gut durchdachten Kombination und entsprechenden Backtests der automatischen Handelssysteme können so die Verlustrisiken verringert und die Gewinnchancen erhöht werden.
Manuelle Handelssysteme
Manuelle Handelssysteme werden vom Investor, wie der Name schon sagt, per Hand ausgeführt. Sie beinhalten Anweisungen und Regeln, die vorgeben, unter welchen Bedingungen Devisen gekauft oder verkauft werden sollen. Man kann diese Systeme überblicksartig gliedern in:
- Trendfolgesysteme
- Systeme mit zeitbasierten Einstiegen
- Ausbruchstrategien
- sonstige indikatorbasierende Systeme
Bevor der Investor ein Handelssystem auf dem realen Forex-Account handelt, sollte ein sogenannter Forward-Test auf einem Demo-Account durchgeführt werden. Dies ist auch bei automatischen Handelssystemen sinnvoll. Das Handelssystem wird hierbei nicht nur vergangenheitsbezogen getestet, sondern muss sich in der gegenwärtigen Situation bewähren.
News-Trading
Beim News-Trading macht sich der Investor die Tatsache zunutze, dass es bei bestimmten wirtschaftlichen Ereignissen zu starken Bewegungen am Devisenmarkt kommt. Unmittelbar nach Bekanntwerden von Wirtschaftsdaten gibt der News-Trader seine Order zum Kauf oder Verkauf von Devisenpaaren auf.
Wichtige Ereignisse sind insbesondere die Bekanntgabe der Arbeitsmarktdaten sowie Veränderungen im Leitzins. Bei Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten sind bei überraschenden Ergebnissen Bewegungen im Devisenpaar EUR/USD möglich, die leicht 150 oder 200 Pips betragen können.
» Forex Trading - Grundlagen und Einführung