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                  Anleihen: Tipps & Trends

                  Unternehmensanleihen wieder gefragt

                  Mathias Bartsch

                  01.01.2009 Die Kombination aus zahlreichen Neu-Emissionen und attraktiven Einstiegspreisen bringen derzeit Unternehmensanleihen verstärkt in den Fokus der Anleger. Die Kapitalflucht der vergangenen Monate hatte bisher vor allem den Staatsanleihen viele Anlegergelder verschafft.

                  Der Wunsch nach Sicherheit war vielfach stärker, als die Erkenntnis, dass die Staatsanleihen nur wenig Rendite abwerfen. So speisen die Staatsanleihen aus Deutschland oder den USA die Anleger mit spärlichen 2 bis 3 Prozent ab. Die Unternehmensanleihen wiederum wurden allgemein abgestraft – zumindest bis jetzt. Denn in den vergangenen Wochen hat sich dieses Stimmungsbild gewandelt und Unternehmensanleihen steigen wieder in der Beliebtheit. Speziell die institutionellen Anleger haben längst erkannt, dass die Unternehmensanleihen zu pauschal negativ bewertet wurden. Deshalb steigen aktuell Pensionsfonds, Versicherungsunternehmen und Privatbanken wieder in die Unternehmensanleihen ein.

                  Viele Neu-Emissionen

                  Mit Hilfe der Unternehmensanleihe, die häufig auch als "Corporate Bonds" bezeichnet wird, können sich die Unternehmen neues Kapital sichern. Technisch sind es also verbriefte Inhaberschuldverschreibungen, die Laufzeit der Unternehmensanleihe bewegt sich in der Regel zwischen zwei und zehn Jahren. Die wichtigen Kriteriumspunkte, wie beispielhaft die Verzinsung, Tilgung und die Laufzeit sind dabei jeweilig fest vorgegeben.

                  Als Anleger kann man die Anleihe zu einem Nominalbetrag erwerben oder man kauft sie an der Börse zum gehandelten Preis. Es gibt festverzinsliche Unternehmensanleihen und variabel verzinsliche Anleihen, bei denen die Verzinsung anhand der Anleihebedingungen angepasst wird. Zum Laufzeitende wird die Anleihe zum Nominalbetrag plus Zinsen zurückgezahlt. Angesichts der derzeitigen Bankenpolitik, die sich mit Kreditgewährungen mehr als schwer tut, sind viele Unternehmen verstärkt auf diese Form der Geldbeschaffung angewiesen.

                  Rating beachten

                  Für die Bewertung einer Unternehmensanleihe sind die Ratingagenturen zuständig. Zwar ist deren Ruf durch die Finanzkrise nicht besser geworden, doch eine andere Möglichkeit, um die Bonität eines Unternehmens einzuschätzen, lässt sich nicht vorfinden. Sie vergeben die Ratingnoten, die bei AAA für eine sehr gute Bonität beginnen und bis D fortlaufen, bei Firmen, die als zahlungsunfähig eingeschätzt werden. Die Bewertung ist nicht nur für den Anleger wichtig, sondern auch für die Unternehmen. Werden sie als sehr gute Schuldner bewertet, dann verbilligen sich für sie die Kosten einer Kreditaufnahme, da die Zinsen hierfür geringer ausfallen.

                  Momentan lässt sich bei den Unternehmensanleihen durch den Ausverkauf der letzten Monate ein historisch hoher Spread zwischen den Renditen für Staatsanleihen und Unternehmensanleihen konstatieren. Beispielsweise beträgt dieser Abstand mittlerweile durchschnittlich fast 4 Prozent, die man mit Unternehmensanleihen zusätzlich verdienen kann. Dieser Aufschlag bezieht sich dabei auf Investment Grade Anleihen, also sogar auf Unternehmen, die als gute Schuldner eingeschätzt werden und deren Rating bei mindestens BBB steht. Zudem sind die Kurse vieler Unternehmensanleihen außergewöhnlich stark gefallen und bieten deshalb derzeit sehr attraktive Einstiegsniveaus.

                  Bilanzierend kann man also sagen, dass sich Unternehmensanleihenfonds wieder lohnen, wenn man als Anleger das Risiko nicht zu hoch ansetzt und die Bonität der Unternehmen im Auge behält. Ein solider Fonds in diesem Bereich ist beispielsweise der aktuell aufgelegte Espa Corporate Basket 2013 II, der eine fixe Laufzeit von vier Jahren besitzt. Die jährliche Mindestausschüttung wird mit 4,00 % taxiert. Der Fonds vom Anbieter "Erste-Sparinvest" vereint dabei bis zu 100 Unternehmensanleihen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie durchweg ein Investment Grade Rating besitzen.


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                  Anleihen: Tipps & Trends

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