Anleihen: Tipps & Trends
Entwicklung des Goldpreises
02.12.2009 Gold gilt seit jeher als Krisenwährung, denn Gold schützt Anleger vor hoher Inflation, gleichzeitig ist das Metall wertbeständig und eignet sich hervorragend für das Trading an der Börse. Auch dann, wenn die Aktienkurse oder Immobilienpreise sinken, bleibt der Goldpreis auf einem relativ hohen Niveau.
Konnte sich der Goldpreis in den 1980er und 1990er Jahren aufgrund der weltweiten politischen Stabilität nahezu konstant halten oder zeigte sogar eine fallende Tendenz, stieg der Goldpreis seit Beginn des neuen Jahrtausends zunehmend an. vor allem durch die starke Nachfrage der Schwellenländer Indien und China nach Schmuck und Gold als Material, entwickelte sich der Goldpreis in den Jahren 2005 - 2008 von vormals 400 US $ pro Feinunze auf nahezu 1.000 US $ pro Feinunze.
Obwohl der Goldpreis zwischenzeitlich kurz rückläufig war, ist seit dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2008 wieder ein starker Anstieg zu beobachten. Dieser Anstieg geht mit den Ängsten der Anleger vor weiter sinkenden Aktienkurse und einer enorm hohen Inflation, die von einigen Experten sogar als Hyperinflation bezeichnet wird, einher. Auch viele Privatanleger haben im Frühjahr und Sommer 2009 die Möglichkeit genutzt und Gelder in Gold angelegt. Dabei waren nicht nur physisches Gold - also Goldmünzen und Goldbarren - gefragt, auch Goldzertifikate, Goldfonds und Derivate auf Gold wurden von den Anlegern gern gekauft. Aber auch viele Spekulanten kehren jetzt auf den Markt zurück und versuchen, verlorene Werte durch Goldpreisspekulationen wieder zu erlangen. Durch die Preisanstiege waren dabei nicht unerhebliche Gewinne zu beobachten, die gleichzeitig für weitere Investoren sorgten.
Dies alles führte dazu, dass der Goldpreis im Jahr 2009 immer wieder die 1.000-Dollar Marke testete, die dann seit September 2009 kontinuierlich überschritten wurde. Aktuell, Anfang Dezember 2009, konnte sogar ein Wert von über 1.150 Dollar pro Feinunze Gold erzielt werden. Vor allem die leichte Erholung auf den Wirtschaftsmärkten sorgt jetzt dazu, dass die durch die Schmuckhersteller reduzierte Goldnachfrage wieder ansteigt und wohl für weiter steigende Preise beim begehrten Rohstoff Gold sorgen wird.
Trotz dieser Euphorie sollte nicht vergessen werden, dass die Goldpreise variabel sind und sich auch rückläufig bewegen können. Vor allem dann, wenn die Wirtschaftsaussichten wieder positiv sind und das Gespenst der Inflation verflogen ist, werden viele Anleger ihre Anlagestrategie wieder überdenken und ggf. Goldbestände verkaufen. Gerade dann, wenn Aktien- oder Devisenmarkt wieder überdurchschnittliche Gewinne versprechen, gilt Gold als nur wenig rentabel, denn die Rendite der vergangenen Jahre war eher durchschnittlich.
Für Anleger, die ihr Vermögen jetzt in Gold investieren, gilt daher, dass sie durchaus Rückschläge und somit Verluste erleiden können. Wie bei anderen Kapitalanlagen auch, wird der Goldpreis nämlich durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Ein zu später Verkauf von Goldbarren, Fondsanteilen oder Zertifikaten kann dann zu Verlusten führen, die erst in vielen Jahren wieder kompensiert werden können. Daher kann Gold zwar als zusätzliche Assetklasse in einem gut diversifizierten Depot genutzt werden, es sollte allerdings nur ein kleiner Teil des Vermögens hierin investiert werden.
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