Banken mit Nachhaltigkeit – Ökobanken

Für viele Kunden war die Bankenkrise Zeichen und Anlass genug, um ihr bisheriges Investitionsverhalten zu überdenken und in entsprechender Weise zu handeln. Und genau in dieser Phase des Bankensektors schlug einmal mehr die große Stunde der Nachhaltigkeitsbanken. Auch wenn das Modell der nachhaltig agierenden und investierenden Bank keineswegs neu ist, hat Ottonormalverbraucher diesen Ansatz lange außer Acht gelassen.

Der europäische Branchenprimus Triodos Bank mit Sitz in den Niederlanden ist bereits seit 1980 auf dem Markt aktiv, doch einen Großteil seiner Kunden konnte das Institut erst im Rahmen der Expansion in den vergangenen Jahren erreichen.

Heute betreut die Bank bereits 200.000 Kunden, die sich mit den sicheren und sozial-verträglichen Anlageformaten gut versorgt fühlen. Dabei gibt für viele Bankkunden eine möglichst hohe Rendite weniger den Ausschlag für den Wechsel der nachfolgend genannten Banken mit Nachhaltigkeit:

EthikBank
ForestFinance
GLS Bank
KD-Bank
Pax Bank
Triodos Bank
Umweltbank

Bankkunden wollen mehr Transparenz bei Bankinvestitionen

Doch weitaus öfter wird auf Nachfragen die erfreulich transparente Arbeitsweise der Banken als schlagendes Argument für die Eröffnung eines Kontos genannt. Bei den so genannten Nachhaltigkeitsbanken oder Ökobanken erfahren die Anleger ständig aktuell über die Internetseiten oder den Einsatz moderner Medien wie den sozialen Netzwerken im Web, welche Projekte und Aktionen die jeweilige Bank mit den Kundengeldern über die Vergabe von Krediten an Privat- und Geschäftskunden finanziert hat.

Bei den herkömmlichen Banken fallen derartige Rechenschaftsberichte in der Regel weitaus geringer an Umfang aus. Und mehr noch: Die Kunden der steigenden Zahl der Nachhaltigkeitsbanken können bei mancher Bank sogar direkt mit entscheiden, welche Investitionen die Hausbank mit hohem sozialem Bewusstsein unterstützen soll. Dieses Konzept ist auch in diesem Bereich noch relativ jung.

Verändert hat sich auch grundsätzlich die Definition des Terminus Nachhaltigkeit in dieser Nische des Bankensektors. So war der Begriff lange Zeit vor allem oder gar ausschließlich mit Themen aus dem ökologischen Bereich verbunden. Regenerative Energien und Umweltbewusstsein galten lange Zeit als wichtigstes Kriterium in diesem Bereich.

Doch über die Jahre haben die Banken ihre Ausrichtung weiter auf die zeitgenössischen Ansprüche – und nicht zuletzt auf die Bedürfnisse der Kunden – zugeschnitten. Mit dem Ergebnis, dass es heute bei den Nachhaltigkeitsbanken, auch alternative Banken genannt, um eine ganzheitliche Arbeitsweise geht, die sich im Idealfall ökonomische Strategien und Faktoren mit ethischem Bewusstsein und zukunftsorientierter Kredit- und Investitionspolitik deckt. Eine gute Übersicht hierzu liefert auch www.ethik-banken.de Link zu ethik-banken.de.

So sind die Nachhaltigkeitsbanken nicht ausschließlich für die Kunden als Geldgeber im positiven Sinne eine Beruhigung für das soziale und ökologische Gewissen. Auch diese Medaille hat die bekannte zweite Seite. Viele Kreditnehmer, die bei den vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit arbeitenden Banken eine Chance auf die Bewilligung eines Darlehens haben, hätten andernorts kaum berechtigte Hoffnung auf einen Kredit.

Fazit

Das neue Bewusstsein für ethisch-vertretbares Investieren ist für alle Parteien lohnend. Wie sonst wäre es zu erklären, dass die Institute aus diesem Bereich so rege Erfolge verzeichnen und zu jedem Zeitpunkt überzeugende Argumente für eine Kontoeröffnung bieten können? Das Ergebnis des Booms ist erfreulich: Allmählich verlieren Banken endlich wieder ihren Ruf als reine Profitmaschinen, die nur das eigene Wohl im Blick haben.

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