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                  Inhalt und Effizienz der Leibrente

                  Von Jennifer Gregorian

                  Viele Senioren verfügen über Ersparnisse, jedoch über keine Rentenversicherung. Mit einer Leibrente können sie ihren Lebensunterhalt sichern oder die Lücke zwischen den Ausgaben und Einnahmen füllen. Doch inwiefern lohnt sich diese Investition und für wen?

                  Versicherte können zwischen zwei Varianten der Leibrente wählen:

                  1. Bei der Sofortrente zahlen die Kunden einen hohen Einmalbetrag – einige Versicherer gewähren auch Zuzahlungen – dafür erhalten sie lebenslang eine Rente. In dem Kontext existieren zwei Vertragsarten: die vorschüssige Rentenzahlung mit sofortiger Leistungsauszahlung nach Vertragsabschluss und die nachschüssige Rentenzahlung mit einem Leistungseinsatz nach der ersten Rentenzahlungsperiode.

                  2. Bei der aufgeschobenen Rentenversicherung besteht die Auswahl zwischen einem Einmalbeitrag oder laufenden Beiträgen. Die Auszahlung erfolgt erst ab einem vereinbarten zukünftigen Zeitpunkt und erstreckt sich ebenfalls über das gesamte Leben. Die Versicherungsnehmer können nur innerhalb der Aufschubzeit bis zur Rentenzahlung Beiträge ausrichten.

                  Langlebigkeitsrisiko

                  Bei Leibrenten ist das Langlebigkeitsrisiko versichert, einen Todesfallschutz beinhalten sie nicht. Versterben die Versicherten, haben ihre Familien keinen Anspruch auf das Angesparte. Versicherer behalten das Anlagekapital frühzeitig verstorbener Kunden ein. Damit finanzieren sie u. a. die Leibrenten weiterer Kunden. Folglich sind kranke Menschen in dieser Versicherungssparte stets willkommen. Die Gesundheitsprüfung entfällt, schließlich gibt es auch keinerlei Vergünstigungen für Kranke oder Behinderte.

                  Nur wenige Verträge enthalten eine Rentengarantiezeit: Sterben die Rentenbezieher innerhalb dieser Phase, steht ihren Angehörigen die Rente bis zum Ablauf der Garantiezeit zu. Bei dieser Rentenform wird mit dem Risikobeitrag nur das Langlebigkeitsrisiko versichert. Wegen der statistisch höheren Lebenserwartung müssen Frauen auch höhere Zuschläge entrichten. Zudem fällt die monatliche Rentenzahlung niedriger aus als bei Männern.

                  Rentenhöhe

                  Die Rentenhöhe hängt von der eingezahlten Summe ab, die zu der statistischen Lebenserwartung in Relation gesetzt wird. Dazu spielen die Vertragsmodalitäten des Anbieters eine Rolle. Nach einer Berechnung des Verbrauchermagazins „Finanztest“ (Ausgabe: Dezember 2010) würde ein 65-jähriger Mann, der 60.000 Euro einzahlt, sein gesamtes Leben lang monatlich 230 bis 247 Euro erhalten. Bei einem dynamischen Vertrag mit Überschussbeteiligung und Inflationsausgleich könnte er mit 85 Jahren 325 bis 406 Euro beziehen. Für Frauen wären es rund zehn Prozent weniger.

                  Rentabilität der Leibrente

                  Leibrenten werden verzinst: Beim Garantiezins ist der Zinssatz für die gesamte Laufzeit festgelegt und bleibt von Kursschwankungen unberührt. Die variable Verzinsung ermöglicht bei entsprechender Kurslage ansehnliche Renditen, birgt aber ein höheres Verlustrisiko. Wenn Anleger die zweite Variante wählen, sollten sie die Zinsentwicklung der Folgejahre beachten. Die Auszahlung setzt sich aus einem Garantie- und einem Überschussanteil zusammen. Daher spielen die von der Versicherung erwirtschafteten Überschüsse ebenfalls eine Rolle.

                  Fazit

                  Leibrenten lohnen sich nur für Senioren mit stabilem Gesundheitszustand, deren Lebensabend durch anderweitige Bezüge unzureichend gesichert ist. Geht es nur um das Sparen an sich, gibt es attraktivere Investitionsmöglichkeiten.

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