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                  Arbeitnehmer müssen noch stärker vorsorgen

                  Von Hans Frießem

                  Die knappen Rentenanhebungen werden von der allgemeinen Preissteigerung gleich wieder aufgefressen. Um rund zwei bis drei Prozent im Jahr steigen die Verbraucherpreise durchschnittlich. Immer weniger Kaufkraft für die Rente: Diese Entwicklung wird sich in Zukunft noch verschärfen.

                  Die gesetzliche Rente funktioniert nach dem so genannten Generationenvertrag. Das Geld, das die aktiven Arbeitnehmer in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, wird umgehend an die aktuellen Rentenbezieher wieder ausgeschüttet. Größere Rücklagen entstehen nicht. Weil die Deutschen immer älter werden und immer weniger Kinder bekommen, wird sich das Verhältnis zwischen Einzahlern und Rentenempfängern in den kommenden Jahrzehnten verschlechtern.

                  Egal, was Politiker heute versprechen - in Kaufkraft gerechnet wird die gesetzliche Rente über viele Jahre weiter sinken müssen, damit das System überhaupt bezahlbar bleibt. Folge: Viele, die heute berufstätig sind, werden später von der gesetzlichen Rente kaum noch leben können. Eine ergänzende private Altersvorsorge ist für die meisten Menschen im aktiven Arbeitsleben heute unverzichtbar.

                  Ein wichtiger Vorsorgebaustein ist oft das eigene Haus oder die Eigentumswohnung. Wer in den eigenen vier Wänden wohnt, muss als Ruheständler keine Miete zahlen.

                  Wer zusätzlich für eine höhere spätere Monatsrente sorgen will, sollte frühzeitig eine private Rentenversicherung abschließen. Die Privatrente beruht auf dem System der Kapitaldeckung: Das eingezahlte Geld (bei Riester-Verträgen samt attraktiver staatlicher Förderung) wird für den Versicherten zinsbringend angelegt. Ab Rentenbeginn wird sein Kapital samt Zinsen und Überschüssen als lebenslange Monatsrente wieder an den Kunden ausgezahlt.

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